Austausch, Information und Begegnung – Krebskongress am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Published On: 2. Februar 2026Categories: Allgemein

Der zweitägige Krebskongress am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) war im vergangenen Jahr ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie moderne Krebsmedizin, gelebte Patienteneinbindung und persönlicher Austausch erfolgreich zusammenwirken können. Bei bestem Wetter und in einer offenen, einladenden Atmosphäre kamen Patientinnen und Patienten, Angehörige, Fachpersonal, Selbsthilfegruppen und Interessierte auf dem Campus zusammen.
Ein besonderes Highlight des Kongresses waren die zahlreichen kleinen Marktstände, an denen sich Selbsthilfegruppen präsentierten. Diese wurden von den Teilnehmenden intensiv genutzt – für Gespräche, Fragen, Vernetzung und zum Austausch auf Augenhöhe. Gerade diese niedrigschwelligen Begegnungen zeigten, wie groß der Bedarf an persönlicher Information und gegenseitiger Unterstützung ist und welchen wichtigen Beitrag Selbsthilfeangebote im onkologischen Kontext leisten.
Neben der hervorragenden Stimmung überzeugte der Kongress auch fachlich: Hochkarätige Vorträge und spannende Panels boten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin, neue Therapieansätze sowie psychosoziale Unterstützungsangebote. Theorie und Praxis wurden dabei sinnvoll miteinander verknüpft – immer mit dem Menschen im Mittelpunkt.
Besonders hervorzuheben ist die Organisation der Veranstaltung durch das engagierte Team um Arwin Hell, dem es gelungen ist, medizinische Expertise, Patientenperspektiven und Selbsthilfe sinnvoll zusammenzuführen. Die reibungslose Planung und die wertschätzende Atmosphäre trugen maßgeblich zum Erfolg des Kongresses bei.
Inhaltlich stark geprägt war die Veranstaltung auch durch den Austausch rund um das Onkologische Zentrum Hamburg, das am UKE eine zentrale Rolle in der interdisziplinären Krebsversorgung einnimmt. Das Zentrum steht für eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen, moderne Behandlungsstrukturen und eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Betroffenen.
Ein besonders bewegender Programmpunkt war der Beitrag der am UKE ausgebildeten Patientenbotschafterinnen und -botschafter. Sie berichteten offen von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung, der Therapie und dem Umgang mit dem Gesundheitssystem. Ihre Berichte machten eindrücklich deutlich, wie wichtig Kommunikation, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung im Umgang mit Krebs sind – sowohl zwischen Ärzteteams und Patienten als auch unter Betroffenen selbst.
Der Krebskongress am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat damit nicht nur medizinisches Wissen vermittelt, sondern vor allem eines gezeigt: Zusammenhalt, Austausch und gelebte Kommunikation sind zentrale Säulen einer ganzheitlichen Krebsversorgung.

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